der blanke Hans und die Nordsee

 

Die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans und in etwa durchschnittlich 94 Meter tief. Zur Zeit befindet sich die Nordseeküste in keinem Endzustand, sondern ist nach wie vor immer in Bewegung. Dies geschieht einfach dadurch, dass die Menschen immer mehr Land gewinnen und nutzen wollen. Aber auch besondere, so genannte singulären Naturereignisse tragen dazu bei, dass sich die Nordseeküste in einem permanenten Wandel befindet und dazu tragen vor allem auch die Sturmfluten bei.

 

Die Küsten der Länder Deutschland, Belgien, Niederlande und Dänemark sind ganz besonders gefährdet, denn diese sind besonders flach und es reicht bereits aus, wenn der Wasserstand nur etwas steigt, um alles unter Land zu setzen.

 

Der blanke Hans bezeichnet die tobende Nordsee bei Sturmfluten und ebenso okanartigen Stürmen über der Nordsee und anderen Seegebieten. Vermutlich aus dem Niederländischen leitet sich der Name Blanker Hans ab. Blank heißt dort weiß und bedeutet soviel wie die Gischt. Der Ursprung des Namens fand man in den Aufzeichnungen von Anton Heimreich, einem Chronisten und dem damaligen Deichgrafen von Risum. Dieser forderte damals die Nordsee heraus, nachdem ein neuer Deich fertig gestellt wurde. Angeblich soll er der Nordsee "Trutz nun, blanker Hans" entgegen gerufen haben. Im Oktober 1634, kurz nach der Fertigstellung des Deiches, brach der Deich jedoch bei der Zweiten Großen Mandränke. Der Lyriker Detlev von Liliencron brachte den Namen in seinem Lied "Trutz, blanke Hans" groß raus und so wurde der Name nun allgemein bekannt.

 

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